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Beratung

Sowohl Kinder und Jugendliche, ihre Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer können im schulischen Kontext Situationen erleben, in denen sie Beratung und Unterstützung benötigen. 

Beratungsbedarf kann bei Schülerinnen und Schülern entstehen, 

• wenn sie neue Wege gehen 

• bei schulischen Übergangen (z.B. von der Grundschule zur weiterführenden Schule) 

• bei der Rollenfindung in der Pubertät und der Ablösung vom Elternhaus 

• bei der Lebenswegeplanung und der Berufs‐ und Studienorientierung 

• bei individuellen sozio‐ökonomischen oder psychosozialen Problemlagen 

• bei familiären oder gesundheitlichen Schwierigkeiten uvm.

Beratungsbedarf kann bei Eltern entstehen, wenn sie Unterstützung brauchen, um in einem der oben genannten Prozesse schneller und / oder leichter ihre neue Rolle in Bezug auf die Entwicklung ihres Kindes zu finden und dabei sicherer in ihrer Erziehungsarbeit zu werden. 


Beratungsbedarf kann im Kollegium entstehen, wenn Unsicherheiten und Konflikte konstruktiv gelöst werden sollen.

 

Grundsätze und Ziele

Ziel einer Beratung ist, den Beratungsprozess so zu steuern, dass die Betroffenen selbst neue Mög‐ lichkeiten erkennen und umsetzen wollen. 

Beratung ist ein Prozess, an dessen Ende eine Veränderung aller an dem Prozess Beteiligten ist. 

Durch Denken, Sprechen und Handeln werden gemeinsame Lösungen kreiert. Veränderungen können nicht erzwungen, sondern nur unterstützt und begleitet werden. Zu Ihren Grundbedingungen zählt darum:

• die Freiwilligkeit aller Beteiligten 

• die gegenseitige Wertschätzung 

• die Gleichberechtigung aller Beteiligten 

• Kooperation 

• eine Zielorientierung 

• die Allparteilichkeit des Beraters / der Beraterin

Alle Beratungen unterliegen der Schweigepflicht. 

Nur die Beteiligten können die Beratenden von dieser Schweigepflicht entbinden. 

Jede Beratung findet im Rahmen des Beratungserlasses, der geltenden Gesetze, Verordnungen, Erlasse

und Konferenzbeschlüsse statt. Für jede Beratung muss ein Auftrag vorhanden sein. 

 

Formen der Beratung

Beratung in multiprofessionellen Teams

Eine der Voraussetzungen für eine gelingende individuelle Förderung ist die Bereitstellung multiprofessioneller Kompetenz in der Schule. Im Zuge der Entwicklung der Ganztagsschule haben sich die Professionen der in der Schule Tätigen erweitert. „Erfolgreiches Arbeiten in multiprofessionellen Settings im Sinne einer optimalen Förderung aller Schülerinnen und Schüler erfordert einen regen Austausch zwischen den verschiedenen Berufsständen.“(Erdsiek-Rave/ John-Ohnesorg, 2014, S.8) Damit können nicht nur die LehrerInnen und Lehrer gemeint sein, die in Schulen des gemeinsamen Lernens bereits unterschiedliche Lehrämter ausüben, unterschiedlich ausgebildet wurden und damit auch aus unterschiedlichen Perspektiven und mit verschiedenen Hintergründen tätig sind. Mehr und mehr wird deutlich, dass auch die Vertreterinnen und Vertreter unserer Kooperationspartner einen wertvollen Beitrag zum gemeinsamen Ziel leisten und auch leisten müssen, wenn Inklusion und optimale individuelle Förderung erreicht werden sollen. 

So sind an und mit der Nelson-Mandela- Schule, neben Lehrerinnen und Lehrern, regelmäßig Angehörige folgender Professionen tätig:

    • PädagogInnen
    • SozialarbeiterInnen
    • TrainerInnen für verschiedene Sportarten und Tanz
    • MusikpädagogInnen / MusikerInnen
    • SchulbegleiterInnen
    • AusbilderInnen und WerstattleiterInnen aus der Industrie
    • Sexualpädagoginnen
    • BiologInnen
    • Polizeibeamte
    • KünstlerInnen

Alle diese Personen sind sowohl lehrend als auch beratend tätig, sei es Unterricht, im Rahmen der Berufs-orientierung oder auch im Bereich der Prävention. 

Ein Austausch zwischen den unterschiedlichen Berufsgruppen findet bislang meist über Kontakte zu einzelnen Lehrerinnen und Lehrer statt. Dieser Austausch kann sowohl informell sein als auch institutionalisiert z. B. in Beratungsgesprächen mit Schülerinnen und Schülern, sowie deren Erziehungsberechtigten. 

Wünschenswert ist es, die Institutionalisierung der Arbeit in multiprofessionellen Teams auszuweiten. 

Sinnvoll sind in diesem Zusammenhang regelmäßig stattfindende Gesprächsrunden in den Klassen- und/oder Jahrgangsteams. Langfristige Zusammenarbeit und kontinuierlicher Austausch wirken effizienter als kurzfristige Interventionen.

Weiterhin sind in diesem Zusammenhang auch die ständigen Mitglieder der Schulgemeinde zu nennen, die nicht als LehrerInnen an der Nelson-Mandela-Schule tätig sind. So haben die Schulsekrätärin, die Hausmeisterin oder auch die Dame, die in der Mensa das Essen ausgibt, ihre je eigene Beziehung zu den Schülerinnen und Schülern, die sich deutlich von der der Lehrenden unterscheidet, aber gerade deshalb bedeutsam für das Schulleben, das Unterrichts- und Lernklima an unserer Schule sind.

 

Kollegiale Beratung

Die Beratung ist neben Unterrichten, Erziehen, Beurteilen, Fördern, Evaluieren und Innovieren eine der Kerntätigkeiten von LehrerInnen.

Neben der Beratung von Eltern und SchülerInnen, z.B. im Rahmen von Lernentwicklungsgesprächen finden in der Nelson-Mandela-Schule verschiedene andere Beratungsprozesse statt. Viele ergeben sich aus den Anforderungen des Lehrberufes und sind im Schulgesetz, der Allgemeinen Dienstordnung und/oder in der Ausbildungsordnung festgeschrieben: 

    • LehrerInnen beraten über die Bewertung von SchülerInnen z.B. in Zeugniskonferenzen.
    • LehrerInnen beraten in Fachkonferenzen über Unterrichtsinhalte und Jahrespläne.
    • LehrerInnen beraten in den Mitwirkungsgremien über Themen der Schulentwicklung.
    • Mitglieder des LehrerInnenrates beraten KollegInnen zu verschiedenen rechtlichen und organisatorischen Themen.
    • LehrerInnen beraten LehramtsanwärterInnen und PraktikantInnen im Rahmen der Ausbildung.
    • LehrerInnen beraten sich mit VertreterInnen von Jugendämtern und Beratungsstellen.
    • Sonderpädagoginnen beraten KollegInnen bezüglich der Einleitung eines Verfahrens zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs. 

 

Andere Beratungsprozesse entstehen oft aus aktuellen, akuten Anlässen:

    • LehrerInnen und SchülerInnen beraten einander im Rahmen des Streithelferprojekts,
    • LehrerInnen beraten einander, wenn es zu Unterrichtsstörungen kommt oder SchülerInnen sich auffällig verhalten, ein schwerwiegendes Problem haben oder zu haben scheinen.
    • KlassenlehrerInnen beraten FachkollegInnen bezüglich der Lernausgangslage einer Lerngruppe.
    • LehrerInnen beraten sich mit Fachleuten über verschiedene Aspekte der Unterrichts- und Schulentwicklung z.B. im Rahmen von Fortbildungen.

 

Gerade in Bezug auf Unterrichtsentwicklung und die Entwicklung des Schulprogramms, können sich Formen der kollegialen Beratung ergeben, die der schulischen Qualitätssicherung dienen und ein fester Bestandteil der Organisationsstrukturen der Nelson-Mandela-Schule werden können und sollten. 

Zu nennen sind hier vor allem die kollegiale Fallberatung in festen Gruppen oder Teams und die kollegiale Beratung als Grundlage der Evaluation der Unterrichtsentwicklung an der Schule und Grundlage von Planungsgesprächen und Zielvereinbarungen. Kollegiale Beratung, vor allem in Folge einer Unterrichtsmitschau- muss dabei möglichst klar abgegrenzt werden von einer Bewertung, wie sie viele LehrerInnen aus Hospitationen während der Ausbildung oder anlässlich einer dienstlichen Beurteilung kennen, und ist als -möglichst gegenseitiges- Feedback zu sehen.

Das Kollegium kann sich so zu einer Professionellen Lerngemeinschaft entwickeln. In einer PLG teilen die Lehrenden wichtige Grundüberzeugungen, de-privatisieren den Unterricht und sind auf das Lernen der SchülerInnen fokussiert. (Meyer 2015, S.128)

 

Lernentwicklungsgespräche

Lernentwicklungsgespräche finden an der Nelson-Mandela-Schule an drei Terminen pro Schuljahr statt. Inzwischen haben wir zwei Arten solcher Sprechtage entwickelt. Die meisten Lernentwicklungsgespräche wurden KlassenlehrerInnen-zentriert durchgeführt. In diesem Schuljahr gab es erstmals einen Sprechtag, an dem der Austausch mit den FachlehrerInnen im Vordergrund stand. Zukünftig werden wir beide Formen anbieten.

Die Organisation der Gesprächstermine erfolgt durch die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer, wenn auch die Gespräche selbst in der Hauptsache in den Klassen geführt werden. In diesem Fällen finden die Gespräche zwischen Eltern, SchülerInnen und KlassenlehrerInnen statt. Im Vorfeld der Lernentwicklungsgespräche tauschen sich die Klassenteams über den Entwicklungs- und Leistungsstand der Lernenden aus. Das geschieht meist in schriftlicher Form. 

Zu den Terminen, bei denen der Austausch zwischen Eltern, SchülerInnen und FachlehrerInnen im Vordergrund steht, werden die Gesprächstermine durch Absprache zwischen FachlehrerInnen und SchülerInnen organisiert.

 

Schullaufbahnberatung 

Die Schullaufbahnberatung ist an unserer Schule bislang im Kern Aufgabe der Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer. Sie stimmen sich im Rahmen ihrer Sprechstunden und an besonderen Informations- und 

Beratungsveranstaltungen mit den Eltern und Schülerinnen und Schülern ab. 

Einen besonderen Anlass bieten dabei die Wahlen der Wahlpflichtfächer im zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 6. 

Weiterhin informieren sie die Schülerinnen und Schüler spätestens ab Jahrgang 8 über die Schulabschlüsse der Sekundarstufe I und die jeweiligen Bedingungen für das Erreichen eines Abschlusses. 

Ab Jahrgangsstufe 9 werden auch Informationen und Beratung zu den Abschlussverfahren erfolgen. Diese sind im Wesentlichen Aufgabe KlassenlehrerInnen. Die jeweiligen FachlehrerInnen geben konkrete Hinweise zu Inhalten der Prüfungen.

Da die Nelson-Mandela-Schule inzwischen bis zur Jahrgangsstufe 8 ausgebaut ist, ergibt sich zunehmend der Bedarf einer individuellen Schullaufbahn- und Berufsberatung. Diese ist Aufgabe der KoordinatorInnen für Studien- und Berufsorientierung. Sie koordinieren die Maßnahmen im Bereich des Programms „Kein Abschluss ohne Anschluss“:

    • Potentialanalyse
    • Berufsfelderkundung
    • Berufsberatung 

und stehen darüber hinaus nach Terminabsprache zur individuellen Beratung im StuBo-Büro zur Verfügung. Eine Materialsammlung zu diesem Zweck befindet sich im Aufbau.

Beratung der Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, aber auch ihrer Eltern und LehrerInnen ist in besonderem Maße Aufgabengebiet der Sonderpädagoginnen und -pädagogen an der Nelson-Mandela-Schule. Sie beraten über geeignete Fördermaßnahmen und -methoden, stimmen sich mit den Klassenteam über Nachteilsausgleiche und Förderpläne ab.

 

Ein weiteres Feld der Schullaufbahnberatung ist die Beratung seitens der Fachkraft für Begabtenförderung. Zu Fördermöglichkeiten und Enrichmentprojekten in und außerhalb der Schule, aber auch im Falle von Underachievement können LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern hier beraten werden.

 

Handlungsfeld Schulsozialarbeit

Zu den vorzusehenden Aufgabengruppen gehören: 

  • Einzelfallarbeit inkl. Einbeziehung der Eltern und Lehrkräfte 
  • Einzel‐ und Gruppenberatung für Schüler und Eltern 
  • fallweise Präventionsmaßnahmen in Projektform 
    • Gewaltprävention (inkl. Elternabenden)
    • Gesundheitsprävention (inkl. Elternabenden) o Soziale Sensibilisierung (inkl. Elternabende) 
  • Mädchenarbeit / Jungenarbeit (u.a. auch Unterstützung bei gendersensibler Berufsorientierung) 
  • Kontakt zum Jugendamt und anderen Einrichtungen der Jugendhilfe (Lotsenfunktion) 
  • Netzwerkarbeit in Remscheid 
  • Freizeitpädagogische Maßnahmen 

Für die Vernetzung und Koordination der externen Hilfsangebote und Maßnahmen sind die Beratungslehrerinnen und ‐lehrer sowie die sozialpädagogischen Fachkräfte in Absprache mit den betroffenen Klassen‐ und Fachlehrerinnen und ‐lehrern zuständig. Denkbar ist auch die Einrichtung eines „Schulsozialarbeit‐Teams“. 

 

Beschwerdemanagement

Damit eine zielführende Beratung erfolgen kann, ist es erforderlich die richtigen Ansprechpartnerinnen und partner zu kennen. Das gilt auch oder vielleicht sogar besonders im Falle von Konflikten und Beschwerden.

 

Zu diesem Zweck gibt es folgende Übersicht:

  

   
So Okt 21, 2018
Herbstferien
Mo Okt 22, 2018
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Di Okt 23, 2018
Herbstferien
Mi Okt 24, 2018
Herbstferien
Do Okt 25, 2018
Herbstferien
   

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